eingleisig

Schlussbericht „eingleisig“

 

Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung ist das Kunstprojekt „eingleisig“ im August und September dieses Jahres mit grossem Erfolg über „die Bühne“ gegangen (siehe auch Pressestimmen). Schon die Vernissage bescherte uns mit rund 500 BesucherInnen einen optimalen Start und diese Resonanz war bis am Schluss spürbar gross. Allein schon die personellen und geografischen Dimensionen verlangte einiges von den Beteiligten ab. Doch es zeigte sich schnell, dass die beiden Organisationen, ohm41 und kunst thurgau, sehr gut in der Lage sind, zusammen zu arbeiten und sich optimal zu  ergänzen. Verfügt kunst thurgau über ein (ehrenamtliches!) Sekretariat, so arbeitet ohm41 beispielsweise mit einem professionellen Grafiker. Solche und andere Gegebenheiten erleichterten die Vorarbeiten ungemein. Letztlich aber ermöglichten die beiden Kantone Thurgau und St. Gallen, die  Städte Wil und Frauenfeld, sowie die Gemeinden und weitere Geldgeber dieses Projekt dank der grosszügigen finanziellen Unterstützung.

Die Organisationsstrukturen mit einer gemeinsamen Steuergruppe und weitgehend selbständigen Ortsgruppen bewährten sich und ermöglichten, was selbst für arrivierte Veranstalter kaum zu bewältigen ist: eine Ausstellung von 30 km Länge und einem Rahmenprogramm, das keine Wünsche offen liess – abgesehen vom Wetter. Dies ist sicher eine der grössten Stärken unserer regional verankerten Kunstorganisationen: Projekte ausserhalb der bekannten Kanäle zu planen und zu realisieren. Auch an Orte zu gehen, die nicht gerade als Schauplätze aktueller Kunst bekannt sind. Die Aufnahme in den Gemeinden war sehr positiv. Die Anlässe in den Gemeinden fanden entsprechend gutes Echo. Die Kunst machte hier Schritte auf die Leute zu. Und viele schätzten dies.Ein weiterer positiver Effekt war die Annäherung der Kunstschaffenden der beiden Organisationen. Die Zusammenarbeit war tatsächlich hervorragend und dies wird mit Sicherheit weitere Projekte nach sich ziehen. Ein Highlight waren sicher auch die Führungen: zwar wurden nicht alle gut besucht, dies tat aber der Originalität keinerlei Abbruch. Zu erwähnen gilt es auch die Kartenedition. Die erfreulichen Verkäufe ermöglichten praktisch eine Eigenfinanzierung. Im Laufe der Ausstellung wurden aber auch die problematischen Seiten sichtbar. Vandalismus einerseits und Probleme bei der Orientierung andererseits, wobei ersteres im öffentlichen Raum kaum zu vermeiden sein wird, machten uns zu schaffen.Die regionalen Medien haben sich für eingleisig sehr stark engagiert und haben uns viel Aufmerksamkeit geschenkt. Es sind nahezu 50 Berichte in den Print-Medien erschienen. Die Medienpartnerschaft mit Radio Top und TV Berichte sowie Werbung in den Kinos der Zentren ermöglichten unserer Ansicht nach eine flächendeckende Verbreitung der Informationen zur Ausstellung. Wichtig war uns auch der politische Rückhalt in den Gemeinden. So ist das Engagement der Städte Wil und Frauenfeld besonders hervorzuheben, die uns einen sehr guten Support boten.Im gleichen Atemzug ist auch die Frauenfeld-Wil-Bahn zu erwähnen, die uns ebenfalls sehr stark unterstützte.  Eine Ausstellung ist auch Standortmarketing für die Gemeinden oder Imagepflege für ein Unternehmen.  Die Bevölkerung auf jeden Fall hat diese Ausstellung positiv aufgenommen. Insgesamt aus unserer Sicht ein äusserst aufwändiges, aber sehr gelungenes Vorhaben, das uns ganz unbescheiden mit Stolz erfüllt und uns ermutigt, künstlerisch und organisatorisch auch später wieder „grenzüberschreitend“ tätig zu werden.